Manfred Schmidt MachSchmidt

 

Besucherzaehler
Niederhalter

Ein Werkstück - Niederhalter mit integrierter Staubabsaugung

Der Niederhalter ist komplett aus 3mm Flugzeugsperrholz gefertigt, für das Gehäuse geht auch Pappel, und besitzt eine Staubabsaugung. Die Feder die den Niederhalter nach unten drückt besteht aus 1,5mm Federstahldraht. Dieser muss kleiner gewickelt werden als der später gewünschte Durchmesser, da bei Entlastung der Durchmesser wieder grösser wird. 1-2-3 Versuche wird es schon brauchen, bis man was brauchbares zustande gebracht hat. Der Außendurchmesser sollte etwas kleiner als 43mm sein und die Länge im gestauchtem und eingebautem Zustand die Oberkante Gehäuse nicht überschreiten. Die so entstandene Druckfeder ist zwar nicht schön, funktioniert aber bestens. Die Kanten des Stempels sind an der Auflagefläche verrundet, damit dieser besser übers Material gleitet. Sicherlich könnte man auch Kunststoff nehmen, aber die Holzvariante funktioniert sehr gut. Die maximale Plattenstärke, die mit diesem Niederhalter bearbeitet werden kann, ist 6mm.

Als angenehmer Nebeneffekt kann der Staubsauger auf kleinster Stufe laufen. Meinen Sauger habe ich noch zusätzlich “gedimmt”, sodass die Saugerdrehzahl auf kleinster Stufe gerade so anläuft. Damit ist das Gesamtbetriebsgeräusch sehr angenehm und die Saugleistung immer noch mehr als ausreichend.

Als Gimmick sind noch zwei Linienlaser von LaserFuchs montiert, welche einfach mit selbst gemachten Schellen verschraubt, ausgerichtet und mit Heisskleber fixiert sind. Die Stromversorgung übernimmt ein 2s/900mAh Lipo aus der Bastelkiste. Das geht sicher auch schöner, aber Hauptsache es funktioniert. Ich möchte die Dinger nicht mehr missen, das Einrichten und Positionieren geht damit wesentlich einfacher und schneller. DXF-Datei vom Niederhalter gibt’s im Download.

Bild1

Bild1

Bild2

Bild2

Bild3

Bild3

Bild4

Bild4

 

Tipp zum aufspannen von Plattenmaterial:
Eine 3mm Korkplatte wird dazu beidseitig mit UHU 3in1 dünn besprüht und nach Trocknung auf den Frästisch (MDF-Platte) aufgelegt und eventuell mit Leiste+Nägelchen zusätzlich fixiert. Wenn jetzt auf die Korkplatte Balsabretter oder Sperrholz aufgelegt werden, braucht man, dank des Werkstückniederhalter nichts mehr zusätzlich zu fixieren (Stege können entfallen). Man merkt schon, wenn man das Material auflegt und etwas Druck von Oben ausgeübt wird, das sich da so leicht nichts mehr verschieben lässt. Lediglich für Sperrholz und GFK nehme ich 2-4 Nägelchen zu Hilfe. Funktioniert fast besser als ein Unterdrucktisch und die Antirutschschicht hält mehrere male, bevor der Kork leicht nachgesprüht werden muss (nur stellenweise). Fräserschonend ist Kork nebenbei auch noch. Bei mir wird die Platte beim durchfräsen 1-3 Zehntel mit angeritzt, die Haltbarkeit ist zwar nicht ewig, aber doch schon recht lange. Für Depron nehme ich eine 3mm Depronplatte als Unterlage, dann halten die Fräser bis ins Nirvana.

Kleinteile wie Ruderhörner sollten aber dennoch mit 1-2 Stegen hergestellt werden.

Nach dem Fräsen mit einem Schmirgelklotz mal drüber gehen, absaugen(Vorsicht bei Kleinteilen) und die fertigen Teile entnehmen. Es kann sein, das beim ersten mal die Teile noch ziemlich stark haften. Je nach dem (bei großen Sachen) entnehme ich zuerst das Negativ, sodass die eigentlichen Teile noch haften bleiben (besonders bei Depron).

Den Niederhalter mit der behandelten Korkplatte in Aktion: siehe Videos