Manfred Schmidt MachSchmidt

 

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Mach3 Video Kamera

Nutze die Möglichkeiten - drei Augen sehen mehr als zwei!;-)

Für Mach3 gibt es die Möglichkeit, eine Videokamera zur Nullpunktfindung zu verwenden. Um es gleich vorweg zu nehmen: nie wieder ohne, sch.... auf die Linienlaser! Ich konnte noch nie schneller und genauer die Maschine einrichten.

Aber eins nach dem anderen. Was braucht der CNC’ler denn nun alles? Ist es kompliziert? Nein, es ist nicht kompliziert, alles total easy.

Zunächst brauchst Du natürlich eine Kamera, z.B. eine Endoskopkamera von Pollin für nen Zwanni.

Und dann natürlich auch noch ein Videoplugin für die Mach3. Das Standard-Plugin von Mach3 gefällt mir nicht so gut, weshalb meine Empfehlung auf das Plugin von Klaus Dietz geht, welches ich auch selbst nutzte (hier zu finden).

Nachdem alles installiert ist, zuerst in Mach3 das Plugin konfigurieren (Menu:Config/ConfigPlugins). Danach sollte das Videofenster gestartet werden können (Menu: Plugin Control).

Als nächstes muss die Kamera ausgerichtet werden, also erst einmal so drehen, das die Richtung stimmt. Dann mit dem Fräser ein Kreuz ankratzen und mit dem Kamerafadenkreuz genau über den Schnittpunkt der angekratzten Stelle fahren und die Kamera endgültig ausrichten, sodass das Fadenkreuz des Videos mit der angekratzten Stelle überein stimmt.

In Schmidt-Screen hat man die Möglichkeit, den Kamera-Offset verrechnen zu lassen. Wichtig finde ich auch, das man zum messen immer die gleiche Höhe hat, sonst können sich, bei nicht 100%er lotrechter Montage der Kamera, Messfehler ergeben (Parallaxenfehler).

Zur Genauigkeit: nur der Tastkopf ist genauer. Mit Video kann ich locker auf ein zehntel genau einstellen, eher noch einen Tick kleiner, was für meine Klamotten mehr als ausreichend ist. Messabstand zum Objekt beträgt ca. 110mm, mit kleinerem Abstand könnte man sicher noch genauer sehen was Sache ist - jeder wie er’s braucht.

Probleme: Unter WinVista (auch Win7) hatte ich Schwierigkeiten mit dem starten des Plugins in Mach3. Es musste erst immer das original Programm was der Kamera beilag gestartet werden, um dann das Plugin in Mach3 zu starten und anschließend das original Proggi wieder schließen, weil sonst in Mach3 nix zu sehen war. Ein umständliche und nervige Sache.

Habe jetzt wieder WinXP auf dem Fräsrechner und alles funktioniert tadellos.

 

Und so sieht das ganze bei mir in der Praxis aus, die Kamera ist einfach seitlich montiert. Der Schwanenhals stört ein wenig, weil durch leichte Berührung dessen sich die Kamera verdreht, womit dann auch der Offset-Wert nicht mehr stimmt.

Damit ich immer eine leichte Kontrolle über die Kameramontage habe, habe ich mir in der Werkstücktabelle eine feste Kontrollposition angelegt (siehe Bild). Jetzt brauch ich nur noch über die gespeicherte Position zu fahren, wo sich ein mit dem Fräser angekratztes Kreuz befindet. Dann kann ich sofort mit einem Blick sehen, ob der Offset-Wert noch stimmt, also ob meine Kameraposition sich verstellt oder verdreht hat oder nicht.

UPDATE: mittlerweile lässt sich die Video-Funktion auch unter Win7-64bit nutzen, zumindest wenn man “AMCap” verwendet. Mit “Schmidt-Screen-Fräsen” lässt sich AMCap direkt per Button starten und auch schließen.

 

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Werkstücktabelle_1